24. April 2025

Die EU-Taxonomie – was bedeutet sie für die Bauindustrie?

Seit vielen Jahren strebt die Europäische Union Klimaneutralität und einen stärkeren Schutz der Umwelt an. Die EU-Taxonomie ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Was bedeutet die EU-Taxonomie für die Bauwirtschaft? Und wie fügt sich die modulare Bauweise in die Annahmen der EU-Taxonomie ein?

Was ist die EU-Taxonomie?

Um die Auswirkungen der EU-Taxonomie auf den Bausektor richtig beurteilen zu können, muss zunächst geklärt werden, was genau dieser Begriff bedeutet. Der Begriff „EU-Taxonomie“ bezieht sich auf die Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088. Dieses Dokument legt einheitliche Kriterien fest, die es ermöglichen, wirtschaftliche Tätigkeiten als ökologisch nachhaltig zu klassifizieren.

Auf die Frage, was die EU-Taxonomie ist, lässt sich auch anders antworten – es handelt sich um Kriterien, die bestimmen, ob ein bestimmtes Objekt als Teil nachhaltigen Bauens angesehen werden kann. Ihre Einführung soll sowohl Investoren als auch Verbrauchern helfen, fundierte Entscheidungen unter Berücksichtigung des Umweltschutzes zu treffen. Die Taxonomie bezieht sich dabei nicht nur auf den Bau neuer Objekte, sondern auch auf andere Bereiche des Bauwesens, etwa die Renovierung bestehender Gebäude.

Ziele der EU-Taxonomie und nachhaltiges Bauen

UDie EU-Taxonomie enthält eine Liste von sechs Umweltzielen, die ökologisch nachhaltige Investitionen erfüllen sollten. Eine Investition wird als ökologisch nachhaltig eingestuft, wenn sie zur Erreichung mindestens eines der folgenden Ziele beiträgt, keine erheblichen Schäden an den übrigen Zielen verursacht und gleichzeitig zwei zusätzliche, unten beschriebene Bedingungen erfüllt.

Die sechs Umweltziele der EU-Taxonomie:

  1. Klimaschutz
  2. Anpassung an den Klimawandel
  3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
  6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme

Kriterien der EU-Taxonomie im Kontext des Bausektors

Wie aus den oben genannten Informationen hervorgeht, wird bei der Bewertung, ob eine Investition als ökologisch nachhaltig (im Sinne der EU-Taxonomie) eingestuft werden kann, geprüft, ob sie wesentlich zur Erreichung mindestens eines der oben genannten Umweltziele beiträgt und ob sie den übrigen Zielen nicht schadet (es gilt die DNSH-Regel). Gleichzeitig muss die Investition zwei weitere Bedingungen erfüllen:

  • Technische Bewertungskriterien. Beispielsweise dürfen neue Gebäude nicht auf Ackerland oder auf Flächen errichtet werden, die unerschlossen sind, aber einen hohen Wert für die Biodiversität aufweisen. Die Investition kann zudem natürliche Ressourcen effizient nutzen und die Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien erhöhen.
  • Mindestschutzmaßnahmen. Diese betreffen Verfahren, die Bauunternehmen einführen müssen, um u. a. die Leitlinien der Vereinten Nationen in Bezug auf Wirtschaft und Menschenrechte zu erfüllen.

Wie fügt sich die modulare Bauweise in die Prinzipien der EU-Taxonomie ein?

Wie kann die Anwendung modularer Technologie Investoren dabei helfen, die Anforderungen der EU-Taxonomie zu erfüllen? Zu den Merkmalen der von Unihouse entwickelten modulbauweise gehören unter anderem:

  • Geringer Primärenergiebedarf. Dank sehr guter Wärmedämmung sind modulare Gebäude von Unihouse energieeffizient, was zu niedrigen Betriebskosten und Ressourceneinsparungen führt.
  • Einhaltung der DNSH-Regel. Investitionen unter Einsatz modularer Technologie werden im Einklang mit den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung umgesetzt.
  • Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks. Dies betrifft sowohl die Produktionsprozesse als auch die Nutzungsphase des modularen Gebäudes.
  • Verwendung recycelbarer Materialien. Das bei der Modulproduktion eingesetzte Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der CO₂ aus der Atmosphäre bindet und nach dem Lebenszyklus des Gebäudes wiederverwendet werden kann.
  • Langlebigkeit. Modulare Gebäude von Unihouse sind langlebig und können über Generationen genutzt werden, was den Ressourcenverbrauch für den Bau neuer Strukturen reduziert.

unijna taksonomia

Einfluss der EU-Taxonomie auf die Zukunft von Bauinvestitionen

Die Bauwirtschaft hat einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt – sie verbraucht große Mengen an natürlichen Ressourcen, trägt zu CO₂-Emissionen bei und beeinflusst Ökosysteme. Ziel der EU-Taxonomie ist es, Investitionen in Projekte zu fördern, die sich in nachhaltiges Bauen einfügen. Bei Projekten, die nicht mit der EU-Taxonomie übereinstimmen, können Investoren mit einer Reihe von Problemen rechnen. Dazu gehören unter anderem:

  • Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Fördermittel können für Investitionen, die die Kriterien der EU-Taxonomie nicht erfüllen, schwerer zugänglich sein.
  • Verlust von Kunden. Das wachsende Bewusstsein für die Umweltauswirkungen des Bauens kann dazu führen, dass Projekte bevorzugt werden, die die Umwelt möglichst wenig belasten.
  • Verlust von Investoren. Ähnlich wie Kunden könnten sich auch Investoren für Projekte mit proökologischem Charakter entscheiden.
  • Imageprobleme. Wenn ein Unternehmen die Transformation verschläft, kann seine Tätigkeit künftig als umweltschädlich wahrgenommen werden, was seine Wettbewerbsfähigkeit mindert.

Infolgedessen wird die EU-Taxonomie die Bewertung von Bauinvestitionen im Hinblick auf das Investitionsrisiko direkt beeinflussen und kann dazu beitragen, die Umweltzerstörung einzudämmen.


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