Die Modulbauweise ist ein Bauverfahren, bei dem ein Gebäude aus vorgefertigten, dreidimensionalen Raummodulen entsteht. Die Module werden im Werk unter kontrollierten Bedingungen gefertigt und vor Ort aufgestellt, verbunden und angeschlossen. So entstehen Mehrfamilienhäuser, Schulen, Kitas oder Pflegeheime deutlich schneller als in konventioneller Massivbauweise. Hier erfahren Sie, wie modulares Bauen funktioniert, welche Vorteile und Nachteile es hat, wovon die Kosten abhängen und wie Unihouse mit über 20 Jahren Erfahrung Modulbauten aus Holz realisiert.
Was versteht man unter Modulbauweise?
Bei der Modulbauweise entsteht ein Gebäude nicht vollständig auf der Baustelle, sondern aus Raummodulen, die nach dem Baukastenprinzip in industrieller Vorfertigung im Werk hergestellt werden, einschließlich der Installationen. Vor Ort werden die einzelnen Module auf das Fundament gesetzt, miteinander verbunden und angeschlossen. Die Tragkonstruktion kann aus Holz, Stahl, Stahlbeton oder einer Kombination dieser Materialien bestehen. Unihouse setzt auf Holz.
Von verwandten Bauweisen unterscheidet sich der Modulbau vor allem durch den Vorfertigungsgrad. Bei der Elementbauweise, nach der die meisten Fertighäuser entstehen, fertigt das Werk nur flache Bauelemente wie Wände und Decken. Beim seriellen Bauen werden standardisierte Grundrisse oder Bauteile vielfach wiederholt, was modular geschehen kann, aber nicht muss. Bei der Modulbauweise verlassen dagegen ganze Räume (3D-Module) das Werk. Anders als Containeranlagen sind die Modulbauten von Unihouse für eine dauerhafte Nutzung ausgelegt.
So läuft ein Bauprojekt im Modulbau ab
- Planung: Architektur, Statik, Haustechnik und Brandschutz werden vor Produktionsbeginn vollständig festgelegt.
- Produktion: Die Module entstehen ganzjährig und wetterunabhängig in der Halle. Mehr dazu unter Produktionsprozess.
- Fundament: Parallel dazu wird auf dem Grundstück das Fundament vorbereitet, meist konventionell als Bodenplatte.
- Transport und Montage: Per Lkw, bei großen Modulen als Schwertransport, gelangen die Module zur Baustelle und werden mit dem Kran gesetzt. Details unter Transport und Montage von Modulen.
- Fertigstellung: Vor Ort folgen Anschlüsse und letzte Arbeiten, auf Wunsch bis zur schlüsselfertigen Übergabe.
Weil Werk und Baustelle parallel arbeiten, verkürzt sich die Bauzeit gegenüber dem konventionellen Bau um bis zur Hälfte. Modulare Kitas und Schulen von Unihouse entstehen in rund sechs Monaten.
Vorteile und Nachteile der Modulbauweise
Vorteile:
- kurze Bauzeiten und eine frühere Nutzung des Objekts
- gleichbleibend hohe Qualität dank Fertigung unter kontrollierten Bedingungen
- Planungssicherheit, da das Wetter den Bauprozess kaum beeinflusst
- nachhaltig: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, und es entsteht weniger Abfall
- flexibel: Objekte lassen sich erweitern oder an einen anderen Standort versetzen
- weniger Lärm und Verkehr rund um die Baustelle
- Möglichkeit, die Gebäude nach einer bestimmten Zeit zu demontieren und woanders aufzustellen
- Gebäudeklasse 5 ist mittlerweile kein Problem
Nachteile und Grenzen:
- Die Planung muss früh abgeschlossen sein, spätere Änderungen sind teuer.
- Die Maße der Module sind durch den Transport begrenzt. Große, offene Räume entstehen aus mehreren Modulen.
- Das Grundstück muss für Schwertransporte und einen Kran erreichbar sein.
- Mit jeder weiteren Etage steigen die Anforderungen an den Brandschutz und damit die Kosten.
- Bei sehr individuellen Einzelbauten fällt der Kostenvorteil geringer aus.
Mehr zu den Stärken unserer Technologie lesen Sie unter Vorteile der Technologie.
















